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Sammlung „Fünf Epochen der Marine“

Sammlung „Fünf Epochen der Marine“

Version vom 18. September 2023, 07:35 Uhr von
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PCZA023_BD098.png Der Anblick eines Schiffs hatte schon immer einen ästhetischen Wert, der sich mit keiner anderen menschengemachten Schöpfung vergleichen lässt. Über Jahrhunderte hinweg haben sich Menschen von der anmutigen Harmonie der majestätischen Segelschiffe faszinieren lassen, die die Weltmeere bereist haben. Im 19. Jahrhundert beflügelte jedoch die Industrielle Revolution den Takt des menschlichen Lebens – Holz und Wind wurden durch Metall und Dampf ersetzt.

Es waren Schiffe, die all die bemerkenswerten wissenschaftlichen und technischen Fortschritte verkörperten, die die Entwicklung unserer Zivilisation bis hin ins Raumfahrtzeitalter vorangetrieben haben. Das 20. Jahrhundert brachte uns Weltkriege von noch nie dagewesener Erbarmungslosigkeit – und so war es wenig überraschend, dass sich im Schiffsbau zu dieser Zeit alles um den Bau von Kriegsschiffen drehte. Dennoch ließ die Bewunderung der Menschen für die Ordnung und Symmetrie ihrer Merkmale oder für die Komplexität und die todbringende Macht ihrer Geschütze nicht nach.

Die Sammlung „Fünf Epochen der Marine“ besteht aus fünf Abschnitten, von denen jeder sechs Elemente beinhaltet. Der Wechselkurs für Duplikate dieser Sammlung ist 1:1.

Die Elemente der Sammlung sind nur aus Containern „Fünf Epochen der Marine“ erhältlich.

Sammlung

Frühe Dreadnought-Ära

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South Carolina

Die USA begannen schon früher als Großbritannien mit der Entwicklung eines Schlachtschiffs mit Geschützen gleichen Kalibers. Der Auftrag zur Entwicklung eines Schlachtschiffs mit 305-mm-Hauptgeschützen und zahlreichen 76-mm-Sekundärgeschützen wurde im Herbst 1903 vergeben. Aber der Bau der ersten Schiffe dieser Art, der South Carolina und der Michigan, überschritt deutlich die dafür vorgesehene Zeit, sodass die Schiffe erst 1910 in Dienst gestellt wurden. Aufgrund der durch den Kongress beschränkten Wasserverdrängung wurden die vier Haupttürme mit Zwillingsgeschützen weltweit erstmalig gestaffelt angeordnet, um Platz zu sparen.

Deshalb konnte die South Carolina auch mit genauso vielen Geschützen eine Breitseite abfeuern wie die Dreadnought, die zwei Geschütze mehr hatte. Wegen der finanziellen Grenzen wurde das Schiff mit Dampfmaschinen statt mit teuren Turbinen angetrieben, was den ersten amerikanischen Dreadnought mit seinen nur 18 Knoten zum langsamsten Kriegsschiff machte. Dies stellte sich als sein größter Nachteil heraus, sodass es gezwungen war, mit altmodischen Panzerschiffen zu kooperieren. Andererseits hatte die South Carolina die charakteristischen Gittermasten von der US Navy übernommen.
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Weymouth

Zur Sicherstellung der flächendeckenden Seekommunikation während der Dreadnought-Ära benötigte das Britische Empire seetüchtige Kreuzer, die in großer Stückzahl gebaut werden konnten. Dieses Problem sollte die Town-Klasse lösen, die ab 1910 bei der Royal Navy in Dienst gestellt wurde. Die einzelnen Baureihen wurden nacheinander und mit immer besserem Design gebaut. Die vier geschützten Kreuzer der Weymouth-Klasse gehörten zur zweiten Baureihe von 1911–1912. Der Nachteil der vorangegangenen Bristol-Klasse entfiel bei der Weymouth-Klasse, weil diese Schiffe mit einem einheitlichen Artilleriekaliber ausgerüstet wurden.

Hinsichtlich ihrer Breitseitensalven waren die acht nach einem rationalen Schema angeordneten 152-mm-Geschütze denen auf den zu dieser Zeit gebauten deutschen „leichten“ Kreuzern deutlich überlegen. Die nächste Baureihe mit dem Namen Chatham-Klasse hatte einen ausgeprägten Panzergürtel. Genau genommen führte diese Klasse einen echten leichten Kreuzer in der britischen Marine ein. Das Kriegsschiff Weymouth hatte im Ersten Weltkrieg eine aktive Rolle. Es machte im Indischen Ozean Jagd auf deutsche Handelsstörer, kämpfte in der Adria gegen österreichisch-ungarische Schiffe und war in der Nordsee Bestandteil der Grand Fleet.
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Umikaze

Ein im Jahr 1911 in Dienst gestelltes Zerstörerpaar der Umikaze-Klasse bildete den Ausgangspunkt für Japans weltweiten Führungsanspruch für diesen Typ von Kriegsschiff. Das Projekt wurde mit Hilfe von britischen Spezialisten entwickelt. Die Umikaze war mit zwei 120-mm-Geschützen ausgestattet. Zu dieser Zeit gab es keinen anderen Zerstörer auf der Welt mit so einem großen Geschützkaliber.

Zum ersten Mal wurde im japanischen Schiffsbau ein Schiff mit Turbinen gebaut. Es erreichte 33 Knoten, was es zu Beginn des Ersten Weltkriegs nicht nur zum schnellsten, sondern auch zum seetüchtigsten Zerstörer in der Kaiserlichen Marine machte. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Umikaze an keinerlei Kampfhandlungen beteiligt war. Sie wurde 1930 zu einem Minenräumer umgebaut und sechs Jahre später außer Dienst gestellt.
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Dreadnought

Die Dreadnought war eines der berühmtesten Kriegsschiffe in der Geschichte des Schiffsbaus und die Vorfahrin einer ganzen Generation von Schlachtschiffen. Ihre Entstehung ist der Entschlossenheit des First Sea Lord, Admiral John Fisher, zu verdanken. Er war es, der die Hauptelemente des Projekts definiert hat: Eine Artillerie aus Geschützen, die alle nur ein großes Kaliber haben, also zehn 305-mm-Geschütze, sowie ein Dampfturbinenantrieb zum Erreichen einer Geschwindigkeit von 21 Knoten.

Beide Elemente wurden zum ersten Mal überhaupt in Großkampfschiffen implementiert. Der nächste wichtige Faktor war das beispiellose Arbeitstempo in der Werft in Portsmouth. Offiziell betrug die Bauzeit für das Kriegsschiff ein Jahr. Aber die Dreadnought hatte auch einige Makel. Der Panzerschutz wurde zugunsten einer höheren Feuerkraft und Geschwindigkeit geopfert, sodass das Schiff den vorangegangenen britischen Flotten-Panzerschiffen unterlegen war. Ihre 76-mm-Sekundärbatteriegeschütze erwiesen sich als unfähig, moderne Zerstörer verlässlich angreifen zu können.

Künftig wurde jedoch die Schlagkraft von Ländern anhand der Anzahl ihrer Schlachtschiffe dieser Klasse bemessen. Die Indienststellung der Dreadnought im Dezember 1906 läutete im Schiffsbau eine neue Ära ein. Es war die Ära der Dreadnoughts, denn dieses Schiff verlieh dem Schiffstyp selbst seinen Namen.
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Kolberg

Als Typschiff einer Reihe von vier Schiffen, die von 1909–1911 in Dienst gestellt wurden, bildete die Kolberg den Höhepunkt in der Entwicklung „leichter“ Panzerkreuzer in der deutschen Marine. Erstmals wurden alle von ihnen mit Turbinen ausgestattet. Die Artilleriebewaffnung wurde durch 12 neue 105-mm-Hauptgeschütze verstärkt. Ihr Äußeres erbte die Kolberg jedoch aus der vergangenen Epoche: den Rammsporn und das Achterdeck.

Aber die nächste Reihe von Schiffen der Magdeburg-Klasse von 1912 erhielt ein striktes und proportionales Profil aus der Dreadnought-Ära. Der Panzergürtel, der für diesen Schiffstyp recht stark war, machte diese Schiffe zu den ersten echten leichten Kreuzern Deutschlands. Sie erwiesen sich für die 152-mm-Geschütze der britischen Gegner der Town-Klasse als zu robust. Allerdings galt das auch anders herum für die deutsche 105-mm-Artillerie, die ihre Gegenstücke nicht beschädigen konnte.

Im Verlauf des Ersten Weltkriegs wurde die Kolberg mit sechs 150-mm-Geschützen umgerüstet. Der Kreuzer kämpfte in der Nord- und Ostsee. Nach dem Krieg wurde das Schiff an Frankreich übergeben, wo es bis 1927 unter dem Namen Colmar Dienst tat.
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Derzki

Die Zerstörer der Derzki-Klasse waren die ersten Schiffe der russischen Marine mit serienmäßigem Turbinenantrieb. Sie wurden 1914 im Schwarzen Meer in Dienst gestellt. Die vier Schiffe wurden anhand eines verbesserten Designs der Nowik gebaut, die ein Jahr zuvor in die Ostseeflotte aufgenommen worden war und die eine Vorläuferin der großen Familie russischer Zerstörer war. Die Derzki vereinte eine starke Torpedo- und Artilleriebewaffnung mit hoher Geschwindigkeit und guter Seetüchtigkeit. Im Jahr 1914 verfügte dieser Zerstörer über die größte Anzahl an Torpedorohren: fünf Zwillingstorpedowerfer, deren Kaliber allerdings etwas kleiner war als das der britischen, amerikanischen und deutschen Zerstörer.

Die Artillerie aus drei 102-mm-Geschützen war vergleichbar mit britischen Schiffen des gleichen Typs. Aber hinsichtlich ihres Kalibers war sie den japanischen und italienischen Schiffen und hinsichtlich der Anzahl den amerikanischen Schiffen unterlegen. Andererseits waren die russischen 102-mm-Geschütze in Bezug auf Feuerrate, Granatengewicht und Feuerreichweite überlegen. Außerdem verfügte die Derzki über eine unübertroffene Minenbewaffnung: Kein anderer Zerstörer konnte 80 Hindernisminen aufnehmen.

Das Schiff spiele eine aktive Rolle im Ersten Weltkrieg im Schwarzen Meer, wo es an Dutzenden von Einsätzen beteiligt war. Während des Bürgerkriegs war der Zerstörer interniert. Später wurde er Teil der Weißen Flotte. Ab 1920 verblieb das Schiff in Französisch-Tunesien, wo es in den späten 1920er Jahren zur Verschrottung verkauft wurde.

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Schiffe aus dem Ersten Weltkrieg

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New Mexico

Die Schiffe der New-Mexico-Klasse, die 1917–1919 in Dienst gestellt wurden, waren typische „Standardschlachtschiffe“ der US Navy. Zu ihren „Standardmerkmalen“ gehörten: mäßige Geschwindigkeit, eine Hauptbatterie mit gestaffelten Türmen an den Schiffsenden und eine Panzerungsanordnung nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip, das eine verlässliche Panzerung für die Zitadelle im zentralen Rumpfbereich vorsah.

Im Jahr 1919 eskortierte die New Mexico Präsident Wilson zur Pariser Friedenskonferenz, und noch im selben Jahr wurde das brandneue Schlachtschiff das Flaggschiff der reorganisierten Pazifikflotte. Das Schlachtschiff Mississippi der gleichen Klasse setzte im Jahr 1923 zum ersten Mal in der Geschichte der US Navy ein Aufklärungsflugzeug für das Feuern über sehr große, zuvor noch für undenkbar gehaltene Distanzen ein. Alle drei Schlachtschiffe waren bis Kriegsende aktiv an Kampfhandlungen im Pazifik beteiligt.
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Danae

Die unter den Notfallkriegsprogrammen in den Jahren 1916–1918 auf Kiel gelegten Kreuzer der Danae-Klasse entsprachen der Auffassung der britischen Admiralität darüber, wie genau ein leichter Kreuzer auszusehen hat. Sie begründeten dies mit den Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg, der zu dieser Zeit seinen Höhepunkt erreicht hatte.

Tatsächlich wiesen diese Schiffe viele Merkmale auf, die von den nächsten Kreuzergenerationen übernommen wurden: hohe Geschwindigkeit, starke Torpedobewaffnung, alle Hauptbatteriegeschütze entlang der Mittelachse angeordnet, Verfügbarkeit eines Aufklärungsflugzeugs und Flugabwehr als obligatorischer Bestandteil der Schiffsausrüstung. Alle acht Schiffe dieser Baureihe wurden später im Zweiten Weltkrieg eingesetzt.
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Wakeful

Die britischen Zerstörer der W- und V-Klasse, zu denen auch die HMS Wakeful gehörte, spielten bei der Entwicklung dieses Schiffstyps eine wichtige Rolle. Weil die Schiffe ziemlich groß waren, konnten sie eine starke Bewaffnung aufnehmen und hatten einen leistungsstarken Antrieb für hohe Geschwindigkeiten.

Außerdem konnten diese Zerstörer dank ihrer relativ großen Abmessungen freier im Ozean agieren und auch bei starkem Seegang gefechtsbereit bleiben. Die Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg hatten gezeigt, wie wichtig die Artillerie für Zerstörer war. Und so konnte durch den Einsatz von 120-mm-Geschützen an Bord der späteren Baureihen der W-Klasse ihre Feuerkraft deutlich erhöht werden. Die Zerstörer der W- und V-Klasse, die während des Übergangs von den 1910er zu den 1920er Jahren gebaut wurden, hatten ihr Kampfpotenzial nicht verloren. Sie führten auch noch während des Zweiten Weltkriegs zwei Jahrzehnte später eine Reihe von Einsätzen aus.
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Queen Elizabeth

Die Fertigstellung der Schlachtschiffe der Queen-Elizabeth-Klasse leitete eine neue Phase in der Entwicklung des militärischen Schiffsbaus ein. Die 381-mm-Hauptbatterie – das zu dieser Zeit stärkste Schiffsgeschütz – sowie die Ölverbrennungskessel und die hohen Geschwindigkeiten ermöglichten es den Schlachtschiffen, zu Musterbeispielen für die Fähigkeiten aller führenden Supermächte auf See zu werden.

Das Typschiff wurde im Dezember 1914 in Dienst gestellt. Drei Monate später war es bereits an einem Angriff in den Dardanellen beteiligt. Die anderen vier Schiffe der Baureihe wurden zu den Helden der Skagerrakschlacht im Jahr 1916. Nach einer Reihe von Überholungen in den 1920er/1930er Jahren erwiesen sich die Schlachtschiffe der Queen-Elizabeth-Klasse auch noch in Einsätzen während des Zweiten Weltkriegs als sehr nützlich.
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Karlsruhe

Wie es das Schicksal wollte, stellte dieses Projekt für einen leichten Kreuzer den Höhepunkt in der Entwicklung dieses Schiffstyps im kaiserlichen Deutschland dar. Es wurde noch vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs entwickelt. Die Schiffe Königsberg, Karlsruhe, Emden und Nürnberg liefen mitten im Krieg vom Stapel. Sie wurden nach den deutschen Kreuzern benannt, die zu dieser Zeit bereits zerstört worden waren.

Die Karlsruhe und ihre Schwesterschiffe hatten gegenüber den britischen leichten Kreuzern bei der Geschwindigkeit das Nachsehen, aber in Bezug auf Schutz und Stärke der Artilleriebewaffnung waren sie ihnen überlegen. In den Jahren 1915/1916 wurden nach der ersten Baureihe weitere zehn, nahezu einheitliche Kreuzer auf Kiel gelegt.
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Clemson

Die Zerstörer der Clemson-Klasse wurden zwischen 1918 und 1922 gebaut. Die Baureihe war riesig – sie umfasste mehr als 150 Schiffe. Zusammen mit den Schiffen der Wickes-Klasse, die auch „Glattdecker“- oder „Four-Stack“-Klasse genannt wurde, bildeten sie bis zur zweiten Hälfte der 1930er Jahre die Basis aller leichten US-Seestreitkräfte.

Obgleich der Vorteil der „Glattdecker“ in ihrer Zahl lag, stellte jedes einzelne Schiff mit seinen 35 Knoten und seiner starken Torpedobewaffnung aus zwölf 533-mm-Werfern eine ernst zu nehmende Gefahr dar. Trotz ihres hohen Alters spielten die Zerstörer der Clemson-Klasse während des Zweiten Weltkriegs eine aktive Rolle in den Operationen im Pazifik, im Atlantik und in Europa.

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Das Washingtoner Flottenabkommen

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Nelson

Im Jahr 1927 schlossen sich die vielleicht außergewöhnlichsten Schlachtschiffe der britischen Royal Navy an – Nelson und Rodney. Durch die Position ihrer Hauptbatteriegeschütze stachen sie unter allen anderen Kriegsschiffen der Welt deutlich hervor.

Alle drei Türme mit ihren 406-mm-Geschützen befanden sich auf dem Bugteil. Die ungewöhnliche Anordnung war der Idee geschuldet, die Länge der gepanzerten Zitadelle zu reduzieren und gleichzeitig die Gewichtsbeschränkung gemäß dem Washingtoner Flottenabkommen von 1922 einzuhalten.

Beide Schlachtschiffe waren mehr als zwei Jahrzehnte im Dienst und hatten an vielen Operationen im Zweiten Weltkrieg aktiv teilgenommen. Dazu gehörten auch die Versenkung der Bismarck und die Landung in der Normandie.
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Myōkō

Die vier Schiffe der Myōkō-Klasse wurden zwischen 1928 und 1929 in Dienst gestellt. Sie waren die ersten konventionellen „Washington-Kreuzer“ in der Kaiserlich Japanischen Marine.

Durch das Überschreiten der Obergrenze für die Verdrängung (was natürlich geheim gehalten wurde) konnten die Japaner schnelle Kreuzer mit ordentlicher Panzerung und einer starken Artillerie- und Torpedobewaffnung bauen.

Alle vier Schiffe dieser Baureihe durchliefen in den 1930er Jahren mehrere Modernisierungen, durch die ihre Feuerkraft weiter erhöht wurde. Sie wurden im Verlauf des Pazifikkriegs aktiv eingesetzt. Drei von ihnen wurden in Gefechten zerstört.
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Aigle

Mitte der 1920er Jahre erschien in der französischen Marine ein neuer Schiffstyp: die großen Zerstörer („contre-torpilleurs“). Hinsichtlich ihrer Eigenschaften konnte man sie zwischen leichten Kreuzern und Zerstörern einordnen – sie ähnelten den britischen Zerstörerflottillenführern.

Aber anders als Letztere waren die französischen „contre-torpilleurs“ hauptsächlich für Einsätze in homogenen Formationen vorgesehen. Zu den typischen Vertreterinnen dieses Typs zählten die großen Zerstörer der Aigle-Klasse, die zwischen 1931 und 1934 in Dienst gestellt wurden.

Die besonderen Merkmale dieser Halb-Kreuzer-halb-Zerstörer-Mischung waren eine charakteristische Silhouette, 36 Knoten Geschwindigkeit und eine starke Hauptbatterie mit fünf 139-mm-Geschützen.
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Lexington

Die Schiffe der Lexington-Klasse wurden zwischen 1920 und 1921 als Schlachtkreuzer mit sehr großen Abmessungen auf Kiel gelegt. Sie waren extrem schnell für ihre Zeit und hatten eine ungewöhnlich starke Bewaffnung. Die Konferenz von 1922 in Washington brachte jedoch eine Beschränkung des Schiffbaus mit sich, was ihr Schicksal vollkommen änderte.

Die USS Lexington und die USS Saratoga wurden als Flugzeugträger fertiggestellt. Es war ein neuer Schiffstyp, dessen wahres Potenzial sich gerade erst zu entfalten begann. Die verbliebenen vier Kreuzer dieser Baureihe wurden noch auf ihren Stapeln demontiert. Die gewaltigen Dimensionen und die hohe Geschwindigkeit wurden zu den wesentlichen Vorteilen der neuen Schiffe. Sie bestimmten während des Zweiten Weltkriegs weitgehend ihre Rolle vorher, als Angriffsflugzeugträger eingesetzt zu werden, die die Schlachtschiffe als wichtigste Kampfeinheiten der Marine ablösen würden.
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Trento

Der maßgebliche Einfluss auf die Entwicklung des Schiffstyps Kreuzer wurde durch die Washingtoner Flottenkonferenz von 1922 ausgeübt. Durch die Festlegung der Obergrenze für die Verdrängung auf 10 000 Tonnen und des Artilleriekalibers auf 203 mm steckte die Konferenz die Grenzen für den Kreuzerbau in der ganzen Welt ab.

In der Königlich Italienischen Marine waren die ersten nach diesen „Standards“ gebauten Schiffe die Trento und die Trieste, die zwischen 1928 und 1929 in Dienst gestellt wurden. Durch eine Reihe von Konstruktionstricks, durch Verzicht und Kompromisse konnten die Italiener Hochgeschwindigkeitsschiffe mit beeindruckender Bewaffnung bauen. Sie hatten allerdings eine relativ schwache Panzerung und damit einen Nachteil, den sie mit vielen „Washington-Kreuzern“ teilten.
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Fubuki

Die Zerstörer des sogenannten „Spezialtyps“, von denen die ersten Schiffe der Fubuki-Klasse waren, wurden zwischen 1926 und 1932 in mehreren Baureihen in Japan gebaut.

Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass sie durch ihr Auftauchen der Entwicklung dieses Typs auf der ganzen Welt einen starken Impuls gaben. Sie hatten eine Höchstgeschwindigkeit von 38 Knoten, Hauptbatteriegeschütze in vollständig geschlossenen Zwillingslafetten und eine extrem starke Torpedobewaffnung. Damit waren die Kriegsschiffe der Fubuki-Klasse ihren Vorgängern und Zeitgenossen im Zerstörerbereich weit voraus und konnten sogar mit einigen leichten Kreuzern mithalten.

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Das Londoner Flottenabkommen

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King George V

Die Schiffe der King-George-V-Klasse waren die ersten britischen Schlachtschiffe, die nach der langen Pause von 1922–1936, die auch als „Schlachtschiffurlaub“ bezeichnet wurde, entworfen wurden. Sie konnten mit keinerlei hervorstechenden taktischen oder technischen Elementen aufwarten.

Aufgrund von Unklarheiten bei den vertraglichen Beschränkungen wurde eine 356-mm-Hauptbatterie gewählt, die sich als schwächer herausstellte als die Geschütze neuer Schlachtschiffe aus anderen Ländern. Der Panzerschutz erwies sich als unzureichend zur Abwehr von 380–406-mm-Granaten. Zudem wurde deutlich, dass die 133-mm-Mehrzwecklafetten in der Realität kaum als Flugabwehr taugten und dass der Torpedoschutz unbefriedigend war. Durch Konstruktionsfehler ließen die Reisegeschwindigkeit und Seetüchtigkeit sehr zu wünschen übrig.

Nichtsdestotrotz wurden die Schlachtschiffe der King-George-V-Klasse in einer Baureihe aus fünf Schiffen gebaut. Es war die weltweit größte Baureihe zu dieser Zeit. Sie wurden rechtzeitig zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in Dienst gestellt. Die Royal Navy schaffte es, mit diesen Schlachtschiffen unter realen Gefechtsbedingungen so geschickt zu agieren, das sie ihr Ziel – die Neutralisierung der Oberflächenschiffe der Kriegsmarine in europäischen Gewässern – effektiv erreichen konnten. Es hatte Symbolwert, dass es ausgerechnet die Schiffe der King-George-V-Klasse waren, denen bei der Versenkung von nicht weniger als zwei deutschen Schlachtschiffen, der Bismarck und der Scharnhorst, eine der Schlüsselrollen zukam.
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La Galissonnière

In der Kombination aller Leistungsmerkmale stellten die Schiffe der La-Galissonnière-Klasse, die zwischen 1931 und 1933 auf Kiel gelegt wurden, die fast perfekten leichten Vorkriegskreuzer dar. Ihre Panzerung bot einen nahezu vollständigen Schutz auf Angriffsdistanz gegen Geschosse bis Kaliber 152 mm. Die drei 152-mm-Drillingstürme wurden als überaus erfolgreich eingestuft – sie konnten sogar ferngesteuert auf ein Ziel gerichtet werden. Zum Zeitpunkt der Entstehung des Projekts boten die 90-mm-Fla-Zwillingsgeschütze eine ziemlich starke Langstrecken-Flugabwehr. Das Schiff verfügte über einen starken Flugzeugverband aus bis zu vier Wasserflugzeugen.

Obwohl die Hauptanforderung an das Projekt eine deutliche Verbesserung des Schutzes auf Kosten eines leichten Geschwindigkeitsverlusts war, konnte die La Galissonnière bei Testfahrten 35 Knoten erreichen. Der Bau dieser Reihe aus sechs Kriegsschiffen wurde jedoch aus verschiedenen Gründen stark verzögert. Und die Umstände während des Zweiten Weltkriegs ließen ihnen keine Gelegenheit, ihre Fähigkeiten im Kampf im vollen Umfang unter Beweis zu stellen.
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Leberecht Maass

Die Zerstörer vom Typ 1934, zu denen auch die Z-1 Leberecht Maass zählte, gehörten zur ersten Reihe vollwertiger Schiffe dieses Typs. Sie wurden noch vor der Aufkündigung der Beschränkungen durch den Versailler Vertrag in Deutschland entworfen.

Die 16 Zerstörer wurden zwischen 1934 und 1935 auf Kiel gelegt und sollten als Antwort auf die französischen „contre-torpilleurs“ dienen. Zu diesem Zweck wurden sie mit einer schlagkräftigen Hauptbatterie aus fünf 127-mm-Geschützen ausgerüstet. Die Flugabwehr und die Torpedobewaffnung aus zwei 533-mm-Vierlingswerfern stellte in dieser Zeit eine ernst zu nehmende Gefahr dar.

Als Nachteil des Projekts stellte sich die technisch fortschrittliche dampfbetriebene Maschinenanlage heraus, die mit hohen Drücken und Temperaturen arbeitete und sich als extrem unzuverlässig erwies. Außerdem engte der hohe Kraftstoffverbrauch die Einsatzreichweite stark ein. Die Seetüchtigkeit und Manövrierbarkeit wurden ebenfalls als eher mittelmäßig eingestuft. Dennoch waren es diese Schiffe, die das Rückgrat der Zerstörerflotte der Kriegsmarine zu Beginn des Zweiten Weltkriegs bildeten. Bereits 1940 waren sieben Schiffe verloren gegangen, darunter auch die Leberecht Maass.
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Richelieu

Die Schlachtschiffe Richelieu und Jean Bart, die zwischen 1935 und1936 auf Kiel gelegt wurden, sollten das Gegengewicht zu den italienischen Schlachtschiffen bilden, die mit 381-mm-Hauptbatteriegeschützen bewaffnet waren. Frankreich versuchte ein Projekt zu entwickeln, das die Beschränkung der Verdrängung gemäß dem Washingtoner Flottenabkommen einhielt. Dazu wurden die Entwürfe der Dunkerque-Klasse herangezogen, um die Arbeiten zu beschleunigen. Das betraf die 380-mm-Hauptbatterie des Schiffs und den generellen Aufbau, der die Installation beider Vierlingstürme auf dem Bug vorsah.

Das Ergebnis war nicht nur eines der innovativsten Projekte für die sogenannten „Washington-Schlachtschiffe“, mit deren Bau nach der langen Pause in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre begonnen wurde. Es war auch eines der erfolgreichsten und ausgewogensten Projekte.

Die waghalsigen Lösungen, die beim Bau der Richelieu umgesetzt wurden, hatten sich als durchaus gerechtfertigt erwiesen. Der völlig neue Kesseltyp, der deutliche Gewichtseinsparungen und hervorragende Leistung bot, arbeitete zuverlässig und ermöglichte eine Geschwindigkeit von 31 Knoten. Der Torpedoschutz erreichte die vorausgesehenen Widerstandswerte und galt als der weltweit beste. Das Panzerschutzsystem, die Artillerie mit 380-mm-Hauptgeschützen und die 152-mm-Sekundärbatterie – alle erfüllten die höchsten Anforderungen.

Die vielleicht einzige Schwäche war nur das Flugabwehrsystem. Hinsichtlich der Kampfkraft war die Richelieu natürlich den in den 1940er Jahren gebauten amerikanischen Schlachtschiffen unterlegen, nicht aber beim Panzerschutz. Aufgrund der hohen Qualität der französischen Panzerungen war ihr Panzerschutz durchaus mit dem der Yamato vergleichbar. In diesen Schiffen hätte daher jedes Schlachtschiff des Zweiten Weltkriegs einen würdigen Gegner gefunden, und kaum jemand hätte voraussagen können, wie ein Zweikampf auf See ausgegangen wäre.
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Wichita

Das Londoner Flottenabkommen von 1930 beschränkte für alle Unterzeichnerländer die Anzahl schwerer Kreuzer, die bis 1936 auf Kiel gelegt werden durften. Nach der großen Reihe schwerer Kreuzer der New-Orleans-Klasse hatten die Vereinigten Staaten für 1935 noch einen letzten Platz übrig. Sie entschieden sich für den Bau eines einzigartigen Kreuzers, indem sie experimentierten und ein Projekt entwickelten, das auf den neuesten leichten Kreuzern der Brooklyn-Klasse basierte. Dabei ersetzten sie die 152-mm-Geschütze mit 203-mm-Geschützen.

Der vom Prototyp übernommene Rumpf bot eine bessere Seetüchtigkeit und Schadensbeständigkeit im Kampf. Die Panzerungsstärke wurde erhöht, sodass der Panzerschutz der Wichita allen vorangegangenen US-Kreuzern überlegen war. Die Hauptbatteriegeschütze wurden in neue Türme gesetzt. Die Flugabwehr, die aus den neuesten 127-mm-Fla-Geschützen bestand, wurde viel rationaler angeordnet.

Das Schiff wurde 1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, in Dienst gestellt. Der Kriegsausbruch in Europa löste alle Verträge auf. Dadurch konnte man zum Bau von Kreuzern mit einer 203-mm-Hauptbatterie zurückkehren, was seit 1936 verboten war. Und es stellte sich heraus, dass es einfach keinen besseren Prototyp gab als die Wichita. Die Vergrößerung der Verdrängung, die vorwiegend zur Verstärkung der Flugabwehr und Sicherstellung der Seetüchtigkeit und Stabilität genutzt wurde, führte zur Entstehung der schweren Kreuzer der Baltimore- und Oregon-City-Klasse – der weltweit besten Reihen von schweren Kreuzern.
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Jervis

Die 1936 auf Kiel gelegten Zerstörer der Tribal-Klasse erschienen der Royal Navy zu groß und zu teuer – hinzu kam eine schwache Torpedobewaffnung. Daher wurde für die nächste Reihe dieser Schiffe beschlossen, zu einer eher ausgewogenen Torpedo- und Artilleriebewaffnung mit etwas geringerer Verdrängung zurückzukehren. Die Konstrukteure entschieden sich für drei 120-mm-Zwillingslafetten und zwei Fünflingstorpedowerfer.

Die acht Zerstörer der J-Klasse wurden nach ihrer Indienststellung im Jahr 1939 in vielerlei Hinsicht zu Meilensteinen, die selbst die berühmte Tribal-Klasse übertreffen konnten. Bis zur Entstehung der Schiffe der Battle-Klasse zum Kriegsende waren praktisch alle nachfolgenden britischen Zerstörer im gewissen Maße eine Überarbeitung dieses Projekts. Die Änderungen betrafen hauptsächlich die Bewaffnung, wohingegen Rumpf und Maschinenanlage im Grunde unverändert blieben.

Nur zwei Schiffe der J-Klasse überlebten den Zweiten Weltkrieg. Darunter war auch unsere Jervis.

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WKII- und Nachkriegsschiffe

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Yamato

Es genügt zu sagen, dass die Yamato und die Musashi die größten Schiffe im Zweiten Weltkrieg und die größten Schlachtschiffe der Welt waren. Der Kernpunkt des 1934–1936 entwickelten Projekts bestand darin, eine individuelle qualitative Überlegenheit über jedes Schlachtschiff eines potenziellen Gegners zu erreichen.

Die stärkste Panzerung in der Geschichte des Schiffsbaus, neun der größten 460-mm-Hauptbatteriegeschütze und eine Geschwindigkeit von etwa 28 Knoten – diese Merkmale konnten nur einige schnelle Schlachtschiffe erreichen, die in anderen Eigenschaften definitiv unterlegen waren. Trotz all der Schwächen des japanischen Radars und der Flugabwehrsysteme waren die Hauptbatterie-Feuerleitsysteme der Yamato zu dieser Zeit der Gipfel der Ingenieurskunst.

Als die Schlachtschiffe dieser Klasse im Dezember 1941 und August 1942 in Dienst gestellt wurden, waren sie deswegen eine absolut mächtige Waffe und es war extrem schwierig, ihr etwas entgegenzusetzen. Aber jede Waffe ist nur so gut wie der, der sie einsetzt.
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Des Moines

Nach den Seeschlachten 1942 im Pazifik gegen die Japaner gab die US Navy ein neues 203-mm-Schnellfeuer-Artilleriesystem in Auftrag. Für das System wurde ein neuartiger Drillingsturm mit Ladeautomatik entworfen. Um den Turm tragen zu können, musste ein neuer Rumpf und ein neues Schiff entwickelt werden.

So entstanden die schweren Kreuzer der Des-Moines-Klasse. Obwohl sie fast wie ihre Vorgänger aus der Oregon-City-Klasse aussahen (abgesehen von der Größe), hatte die Hauptbatterie dieser Schiffe eine atemberaubende Feuerrate von insgesamt 90 Granaten pro Minute. Die Flugabwehr des Schiffs wurde verändert – die Des Moines verfügte über eine einkalibrige Flugabwehrartillerie aus zwölf automatischen 76-mm-Zwillingsflaks.

Nur drei Schiffe dieser Klasse wurden in Dienst gestellt. Eines von ihnen, die Newport News, wurde zum letzten Artilleriekreuzer in der US Navy. Nach Kampfeinsätzen in Vietnam wurde das Schiff 1975 außer Dienst gestellt.
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Fletcher

Die Zerstörer der Fletcher-Klasse waren das geistige Produkt des Krieges, der in Europa begann und der zur Aufhebung aller Beschränkungen beim Bau neuer Schiffen führte. Das galt insbesondere für die Tonnage der Schiffe. Daher wurden auch sofort neue Anforderungen implementiert, wie etwa die Leistungserhöhung der Maschinenanlage und das erstmalige teilweise Auskleiden des Rumpfes mit einer Splitterschutzpanzerung.

Schon in der Entwurfsphase sorgten die Entwickler für eine Erhöhung der Verdrängung, um neue Waffensysteme installieren zu können. Ursprünglich unterschieden sich die Waffen des Schiffs kaum von denen seiner Vorgänger – fünf 127-mm-Geschütze, zwei 533-mm-Fünflingstorpedowerfer, eine zusätzliche Flak und vier zusätzliche U-Boot-Abwehrmörser.

Aber als im Verlauf von Kampfhandlungen die Notwendigkeit für eine drastische Verbesserung der Flug- und U-Boot-Abwehrfähigkeiten deutlich wurde, konnte dies einfach und ohne Beeinträchtigung der Stabilität oder anderer Waffen erreicht werden. Aus diesem Grund wurden die 175 Zerstörer der Fletcher-Klasse, die während des Krieges vom Stapel liefen und die seit Sommer 1942 massenhaft in Dienst gestellt wurden, in den schwierigsten und wichtigsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs zum Rückgrat der Zerstörerflotte der US Navy.
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Iowa

Nach Japans Ablehnung des Londoner Flottenabkommens 1936 erhielten die Länder, die unterzeichnet hatten, das Recht, die Verdrängung ihrer Schlachtschiffe auf 45 000 Tonnen zu erhöhen. Das erlaubte es der US Navy, ihrem lang gehegten Wunsch nach einem schnellen Schlachtschiff nachzugehen, was zuvor durch die Beschränkungen technisch nicht möglich war. Speziell für dieses Schiff wurde ein neues 406-mm-Hauptbatteriegeschütz entwickelt. Im Jahr 1939 genehmigte der Kongress den Bau vier solcher Schlachtschiffe auf einmal sowie zwei weiterer kurz danach.

Das Projekt war anfangs als Hochgeschwindigkeitsvariante der Schiffe der South-Dakota-Klasse gedacht, die bereits auf Kiel gelegt waren, aber der Rumpf musste vollständig umgestaltet werden. In Bezug auf Panzerung und Torpedoschutz ähnelte die Iowa ihrer Vorgängerin. Dank der neuen Bewaffnung waren ihre Hauptbatteriegeschütze viel stärker. Die Mehrzweckgeschütze blieben die gleichen wie bei den Schiffen der South-Dakota-Klasse. In ihrer Dienstzeit wurde ihre kleinkalibrige Flugabwehrartillerie permanent verbessert. Die wesentliche qualitative Änderung bestand in der Geschwindigkeit von 32,5 Knoten gegenüber 27,5 Knoten.

Die lange Geschichte der vier Schlachtschiffe der Iowa-Klasse, die in Dienst gestellt wurden und überlebt haben, ist weithin bekannt. Wir aber möchten die Aufmerksamkeit darauf lenken, wie schnell diese Schiffe trotz all ihrer Komplexitäten in Kriegszeiten gebaut wurden. Drei der vier Schlachtschiffe wurden viel früher als geplant in Dienst gestellt. Die am 25. Januar 1941 im Philadelphia Naval Shipyard auf Kiel gelegte Wisconsin wurde der Marine ein Jahr und zwei Monate früher als geplant übergeben. Eine erstaunliche Leistung!
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Michail Kutusow

Die leichten Kreuzer des Projekts 68-bis, die seit 1952 in der sowjetischen Marine in Dienst gestellt wurden, waren die zahlreichsten, stärksten und perfektesten Vertreter ihres Typs, die je in der Sowjetunion gebaut wurden. Es waren insgesamt 14 Schiffe. Sie konnten in vielerlei Hinsicht mit ihren ausländischen Gegenstücken mithalten, die in den 1950er Jahren in den Flotten der potenziellen Gegner dienten – wie etwa die Kreuzer der Belfast-, Tiger-, Cleveland- und Worcester-Klasse.

Zu den Vorteilen der Schiffe der Swerdlow-Klasse zählten die starke Artilleriebewaffnung aus vorwiegend 152-mm-Hauptbatteriegeschützen mit guter Ballistik, die ausgezeichneten Geschütztürme und das neueste Feuerleitsystem. Die Hauptbatteriegeschütze des Schiffs konnten auch bei rauem Seegang bis einschließlich Stärke 6 eingesetzt werden. Die Kreuzer des Projekts 68-bis verdankten ihre Langlebigkeit den exzellenten Eigenschaften ihrer 152-mm-Geschütze, einschließlich beim Feuern auf Küstenziele. Die Schiffe hatten zudem eine gute Seetüchtigkeit, die sie in ihrer Dienstzeit bis Ende der 1980er Jahre unter vielerlei Bedingungen wiederholt unter Beweis stellen konnten.
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Halland

Die Zerstörer der Halland-Klasse waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Höhepunkt in der evolutionären Entwicklung zuverlässiger leichter Schiffe in der schwedischen Flotte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Schweden eines der wenigen europäischen Länder, deren Industrie in der Lage war, moderne Schiffe dieses Typs zu entwerfen und zu bauen. Die Zerstörer waren mit rein schwedischen Maschinen, Mechaniken und Gefechts-, Radar- und Funksystemen ausgestattet. Mit den automatischen Hauptbatterie- und Flugabwehrgeschützen mit den Kalibern 120 mm, 57 mm und 40 mm sowie den U-Boot-Abwehrraketenwerfern von Bofors war die Halland eine geradezu beispielhafte Vertreterin der Zerstörer in den 1950er Jahren. Hinzu kommt, dass in dieser Zeit bereits schwedische Schiffsabwehrraketen auf das Schiff verladen und dort getestet worden waren. Neben Schweden verfügte zu dieser Zeit nur noch die UdSSR über solche Waffen.

Allerdings hatte das skandinavische Land, anders als die Supermächte, nicht die Ressourcen, um solche Schiffe in nennenswerter Zahl zu bauen. Daher wurden nur zwei Zerstörer dieser Klasse bei der schwedischen Marine in Dienst gestellt.

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PCEM014_5Years_9lvl.png Epoche Zuweisbare Tarnungen für ein Schiff der Stufe IX.
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