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Schiffe der UdSSR

Schiffe der UdSSR

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Da über die Hälfte der russischen Landmasse von Wasser eingegrenzt ist, wurde die Russische Marine (bis heute) in vier Hauptflotten unterteilt: Die Pazifik-, Nord-, Baltik- und Schwarzmeerflotte. Auf dem Höhepunkt des Russischen Imperiums war die Marine die viertstärkste der Welt nach Grossbritannien, Spanien und Frankreich. Fehlender technologischer Fortschritt und desaströse Kriege führten zu großen Machteinbußen, die durchwachsenen Leistungen im Ersten Weltkrieg waren ein Resultat davon. Die Baltikflotte konzentierte sich auf die Defensive, die Schwarzmeerflotte musste sich mit der Osmanischen Marine auseinandersetzen und die Pazifikflotte verschwand in der Bedeutungslosigkeit nach dem Russisch-Japanischen-Krieg und der Schlacht von Tsushima 1905. Die Nordflotte wurde erst während des Ersten Weltkriegs gebildet, um Schiffe in der Barentssee zu schützen. Die Imperiale Russische Flotte brach während der Russischen Revolution und dem Bürgerkrieg nahezu vollständig zusammen und fand in der Roten Flotte der UdSSR ihren Nachfolger.

In den Jahren zwischen den Weltkriegen plante die zügig industrialisierte Sowjetunion die Marine wieder aufzubauen. Die Stalinsche Säuberung verhinderte jedoch einen bedeutsamen Fortschritt, so dass die Flotte nur eine handvoll Kreuzer und veralte Schlachtschiffe, aber eine vernünftige Anzahl Zerstörer besaß, als sie mit der „Operation Barbarossa“ im Juni 1942 in den Zweiten Weltkrieg eintrat - Deutschland hatte die UdSSR überfallen. Trotzdem funktionierte die Marine ausgezeichnet: Die große Zahl Unterseebote wurden sehr effektiv durch die Baltikflotte gegen die Kriegsmarine und die Finnische Marine eingesetzt, obwohl große Verluste erlitten wurden. Die Marineflieger versenkten mehr Schiffe mit Mannschaften als jede andere Truppengattung obwohl sie keinen Flugzeugträger besaßen. Bestes Beispiel russischer Hartnäckigkeit und der Umgang mit Ressourcen war, dass trotz großer Beschädigungen (wie des Schlachtschiffs „Marat“) die Geschütze wieder in Dienst gestellt wurden, nachdem sie geborgen und repariert worden waren. Viele Seeleute wurden eingezogen und maritime Ausrüstung entworfen, um die Rote Flotte zu verstärken. Zusammen mit einer enormen Tapferkeit gab es Erfolg in einigen Schlachten wie der von Odessa, Sevastopol, Stalingrad, Nowosibirsk und Leningrad. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rote Flotte zur Sowjetflotte umbenannt und spielte eine große Rolle im „Kalten Krieg“ mit den Vereinigten Staaten.


Zerstörer

Gameplay

Russische Zerstörer sind merkwürdig: Sie fühlen sich an, als hätte man die schnell feuernden, mächtigen Kanonen der amerikanischen Rivalen in die beschwerlich langsam-drehenden Türme der Japanischen Zerstörerlinie montiert. Das war es aber auch schon mit einer Vergleichbarkeit: Russische Zerstörer glänzen mit ihrer Artillerie auf mittlere bis große Entfernung wodurch sie in der Lage sind, Abstand zu ihren Feinden zu halten. Ihre Kanonen übertreffen oft die Reichweite ihrer Amerikanischer Gegner oder halten zumindest mit, dafür haben sie flachere Geschossbahnen und die Granaten eine höhere Geschwindigkeit. Dadurch können sie als Scharfschützen auftreten und sogar die Zitadelle leicht gepanzerter Kreuzer durchschlagen, auch weil sie zuverlässig Breitseiten auf mittlere Distanz feuern können (ihre Amerikanischen Gegenstücke haben damit Probleme). Die meisten Schiffe dieser Klasse erreichen Geschwindigkeiten bis zu 43 Knoten, was sie zu den schnellsten Schiffen auf ihren Stufen macht. Ihre Manövrierbarkeit und ihre Tarnwerte verbreiten hingegen wenig Glanz; in Verbindung mit ihrer langsamen Turmdrehung haben sie Probleme im Nahkampf mit Amerikanischen Zerstörern. Ihre Torpedos lassen viele Wünsche offen bis zur Ausbaustufe der „Tashkent“ auf Stufe VIII, weil sie nur eine Effektivreichweite von 4km haben. Auf der höchsten Stufe laufen sie allerdings auch nicht weiter als 10km. Dafür sind sie mit 65-70 Knoten sehr schnell und jeder Zerstörer hat für gewöhnlich 8-10 Torpedorohre zur Verfügung. Tollkühne Kapitäne können damit spektakuläre Hinterhalte legen oder sich Schrotflinten-Duelle liefern (vergesst aber nicht, dass die Torpedos einen gewissen Mindestabstand benötigen, um scharf zu werden).

Kreuzer

Gameplay

Russische Kreuzer sind ihren Deutschen und Amerikanischen Pendants ähnlich, weil sie sich auf ihre Kanonen fokussieren. Sprichwörtlich sind sie aber die „eierlegende Wollmilchsau“, die alles kann. Ab Stufe VI nutzen sie überwiegend Sechs-Zoll-Geschütze (152mm), die sich weitgehend wie die amerikanischen Schnellfeuerkanonen der „Cleveland“ verhalten, aber sie feuern flacher und nutzen die Hochgeschwindigkeitsgeschosse ähnlich der der Kriegsmarine. Die Flugabwehr ist in Ordnung und primär zum Selbstschutz gedacht (mit Ausnahme des Stufe-VIII-Premium-Schiffs „Mikhail Kutuzov“). Ihre Ruderstellzeit und Wendekreisradius sind nicht berauschend, dafür aber sind sie sehr schnell. Mit dieser tödlichen Kombination aus Geschwindigkeit und schnell feuernden, zielgenauen Kanonen können sie Gegner auf große Entfernung ungestraft bekämpfen und sind in der Lage, sich den Begebenheiten auf dem Schlachtfeld schnell anzupassen, wenn dies nötig ist. Auf jeden Fall gehören die Schiffe zu den größten Kreuzern im Spiel mit proportional großen Zitadellen und schlechten Tarnwerten. Die „Moskva“ auf Stufe X ist sogar fast so groß wie die „Yamato“. Typischerweise haben sie eine eher dünne Panzerung, die ab und an sogar von Zerstörern durchschlagen werden kann. Ihre Torpedos sind genauso bemitleidenswert wie die der Zerstörer, nur die „Dmitri Donskoi“ auf Stufe IX besitzt eine vernünftige Reichweite von 8 Kilometern, während der Rest auf 4-6 Kilometer limitiert ist - alle Torpedos sind mit 65 Knoten aber gleich schnell.
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